Der Fall Cighid. Menschlichkeit am Abgrund der Hölle !
Cighid war ein Kinderheim in Rumänien, nahe der Stadt Oradea auf dem Gebiet des Dorfes Ghiorac, Gemeinde Ciumeghiu an der ungarisch-rumänischen Grenze gelegen. Das Heim wurde in einem ehemaligen Jagdschloss errichtet, welches der ungarischen Adelsfamilie Tisza gehörte. Vorgeschichte Ab 1970 wollte der rumänische Diktator Nicolae Ceaușescu sein Volk vergrößern. Er verbot für alle Familien mit weniger als fünf Kindern eine Empfängnisverhütung oder einen Schwangerschaftsabbruch. Es wurde mit Freiheitsstrafe gedroht. Notleidende oder kranke Mütter mussten gegen ihren Willen die Schwangerschaft austragen. Viele versuchten, mit Drähten oder Medikamenten einen Abort zu erreichen. Es kam zu einem gehäuften Auftreten der Geburt behinderter Kinder. Diese wurden daraufhin in Sozialwaisenhäuser abgeschoben, in die auch ungewollte Kinder eingeliefert wurden. Im staatlichen Auftrag begutachteten Ärzte die Kleinkinder im Alter von drei Jahren.Die „Stärksten” nannte man „Sterne unserer Zukunft”. Ceaușescu plante, sie für seine Präsidentengarde, die so genannten „Falken des Vaterlandes”, zu rekrutieren. Auch die Führer der Geheimpolizei Securitate trafen eine Vorauswahl für Rekruten. Kinder mit Geburtsschäden, Behinderungen, chronischen Krankheiten oder Entwicklungsverzögerungen wurden hingegen als „Unwiederbringliche” (rumänisch: irecuperabili) bezeichnet. Diese Kinder starben in den „Heimen” bereits nach wenigen Wochen an Hunger, Erfrierungen, Unterkühlung, an Krankheiten und an …
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